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Fallstudie

Wasserbezirk Kennebec, Maine, setzt auf Fixed-Base-Netzwerk und Intelligente Composite-Wasserzähler

Wasserbezirk wird kabellos und bleifrei

Maines Kennebec Water District (KWD), 1899 gegründet, wurde als erster Wasserbezirk im Land gebildet. In den 1980er Jahren war KWD eines der ersten Wasserversorgungsunternehmen, das die automatische Zählerablesungstechnologie für Kunden einführte und das Sensus TouchRead® System verwendete. In jüngerer Zeit rüstete Kennebec auf ein voll automatisiertes Zählerablesungssystem auf, das Daten vom Zähler drahtlos zur zentralen KWD-Datenbank überträgt.

Hintergrund

KWD liefert Wasser für Haushalt, Gewerbe und zu Brandschutzzwecken für eine Bevölkerung von mehr als 22.500 Personen, davon rund 7.800 Haushalts- und fast 1.000 Gewerbekunden. Die Nachfrage nach Wasser im Bezirk Kennebec beträgt durchschnittlich 455 Mrd. Liter pro Jahr und wird vom China Lake zugeleitet, der eine Fläche von mehr als 10 Quadratkilometern bedeckt.

Herausforderung

Das Personal des Wasserbezirks wusste, dass die Verfahren zur manuellen Zählerablesung arbeitsintensiv und ineffizient waren und regelmäßige Ausfahrten zu den einzelnen Zählerstandorten erforderten. Daten wurden über einen handgehaltenen Computer am Touchpad des Zählers abgelesen, das sich typischerweise an der Außenseite des Aufbaus befindet. Zusätzlich suchten die KWD-Beamten nach einer Wassermanagement-Lösung, die intelligent, effizient und mit neuen Materialnormen konform war.

Lösung

KWD ging eine Partnerschaft mit Sensus und dem Pipeline-Spezialunternehmen Everett J. Prescott, Inc. für ein Drei-Jahres-Projekt ein, um ein Advanced Metering Infrastructure (AMI) Fixed-Base-System zu installieren und die Effizienz mittels bi-direktionaler Kommunikation zu steigern. KWD begann auch mit dem Austausch der bestehenden Bronzegehäuse-Zähler durch bleifreie Sensus iPERL™ Zähler, die aus Verbundwerkstoffen (Composite) hergestellt sind und volle Kompatibilität zu behördlichen Standards aufweisen. KWD rechnet damit, dass bis 2013 Smartpoint™ Transmitter auf allen bestehenden Zählern installiert werden und dass die komplette Umstellung auf iPERL Zähler in einem Zeitraum von zehn Jahren abgeschlossen sein wird. Die iPERL Zähler haben unverwechselbare technologische Vorteile gegenüber traditionellen Bronze-Zählern. Erstens gibt es keine beweglichen Teile. Das macht die Zähler genauer und zuverlässiger. Sie sind auch empfindlich gegenüber Durchflussänderungen und weniger anfällig für Temperaturauswirkungen. Insgesamt bieten sie größere Genauigkeit und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften über die gesamte Lebensdauer hinweg.

Außerdem stellen iPERL Zähler bi-direktionale Kommunikation über das Sensus FlexNet™ Netzwerk bereit Das AMI-System kommuniziert mit Smartpoint Funkempfängern, die über externe Touchpads an Zählern installiert sind. Das System erfasst und überträgt mehrmals täglich die Wasserverbrauchsdaten an eine zentrale Verarbeitungseinheit in der KWD-Geschäftsstelle, wodurch die Zählerstände nicht mehr durch Personen physisch abgelesen werden müssen. Zu den erfassten Daten gehören Verbrauch, Diagnostik und Statusmessungen.

KWD begann vor etwa vier Jahren mit der Bewertung von Technologien für automatisierte Ablesungen, erklärt Jeff LaCasse, General Manager. „Wir haben uns zunächst einige der Drive-by-„Funkablesungs“-Systeme angesehen, die von manchen großen Wasserversorgungsunternehmen verwendet werden, aber diese Systeme erfordern nach wie vor, dass Personen in relativ knapper Entfernung an den Zählerstandorten vorbeifahren und die Daten über ein Funksignal auf einem Laptop-Computer erfassen“, sagte er. „Das Sensus FlexNet System gibt uns einen schnelleren, einfacheren Weg, um mehr Daten zu sammeln, und es übermittelt die Informationen automatisch an unsere KWD-Datenbank. Außerdem kann das Netzwerk unser gesamtes Gebiet mit lediglich drei Sendeeinheiten unterstützen und trägt somit zur Kontrolle der Systemkosten bei“, sagte LaCasse.

Innerhalb von neun Monaten wurden zwei Basisstations-Kollektoren und mehr als 3.000 Endpunkt-Sender installiert. Die dritte Basisstation wird wie geplant im Jahr 2012 in Betrieb gehen.

Ergebnisse

KWD begann sofort Verbesserungen des Kundendienstes und der Effizienz der Betriebsabläufe festzustellen, als die täglichen Zählerablesungen an bestehenden Zählern mit Fixed-Base-Netzwerkendpunkten aufgenommen wurden. Statt der vierteljährlichen Überwachung durch manuelle Zählerstände und Einschätzungen überträgt jede FlexNet-Einheit mehrmals täglich Zählerdaten in das KWD-Computersystem, das so programmiert ist, dass automatisch Warnungen ausgegeben werden, wenn der Wasserverbrauch zu hoch oder ungewöhnlich ist. Durch den automatisierten Einblick in potenzielle Probleme kann KWD Leckagen, Rückflussprobleme oder potenzielle Zählermanipulationen erkennen und den Kunden helfen, Wasserverschwendung, überhöhte Gebühren und mögliche Sachschäden zu vermeiden.

In einem Fall, erklärt Mike O’Brien, KWD Customer Service Manager, wurde im Haus eines Kunden plötzlich eine übermäßige Menge an Wasser verwendet. „Vor dem AMI-System hätten wir nicht gewusst, was geschehen war“, sagte O’Brien, „aber mit dem System wurden wir wegen abnormaler stündlicher Nutzungsdaten alarmiert und es stellte sich heraus, dass der Kunde eine undichte Toilette hatte, was zum Verlust von Hunderten Kubikmetern Wasser führte.“

Auf der operativen Seite hat das AMI-System Transport- und Personalbedarf reduziert. „Das Entfernen der Fahrzeuge, die für die manuellen Zählerablesungen nötig waren, wird helfen, für das System zu bezahlen“, sagte LaCasse, „darüber hinaus benötigen wir kein Personal für die Zählerablesung mehr und können diese Stellen durch natürliche Fluktuation abbauen oder die Mitarbeiter an anderen Positionen einsetzen.“

KWD kann nun Serviceaufgaben, wie die Ablesung von Zählerständen für Eigentumsübertragungen oder Übersiedlungen, von seinem Stammbüro aus durchführen, anstatt durch zeitraubende Besuche vor Ort.

Das AMI-System wirkt sich außerdem auf eine Reihe von Bereichen außerhalb des Kundendienstes und der operativen Tätigkeit positiv aus. Beispielsweise reduziert die entfallende Erfordernis für einen Fuhrpark zur Zählerablesung den Treibstoffverbrauch von KWD und verbessert die Klimabilanz. Aus Sicht des Risikomanagements beseitigt das AMI-System effektiv die Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit physikalischen Zählerablesungen, die ein hohes Verletzungsrisiko haben.

Kundenreaktion

Die öffentliche Resonanz war insgesamt positiv, zum Teil, weil KWD-Beamten die Projektschritte und -vorteile den Kunden gründlich vermittelt hatten. Sie sprachen auch Datenschutzprobleme an und erklärten, dass das Sensus Netzwerk nur Wasserverbrauchsdaten sammelt und die Daten direkt von den einzelnen Endpunkten zur KWD-Datenbank überträgt. Das AMI-System ist zum Großteil der Zeit inaktiv, es „schläft“, bis der KWD-Computer eine Ablesung einleitet, die routinemäßig viermal täglich über einen sehr kurzen Zeitraum erfolgt. Die Übertragung von Daten von einem Endpunkt zur KWD-Datenbank dauert Millisekunden, exakt 0,04 Sekunden – ein virtueller Wimpernschlag.

KWD bietet dem Kunden die Möglichkeit, die manuellen Ablesungen fortzusetzen, anstatt zum neuen System überzugehen. Doch von den derzeit über 3.000 Einsatzorten haben sich bis heute nur sieben Endbenutzer für einen Verbleib im alten System entschieden. Das ist ein leuchtendes Zeugnis für die Kundenakzeptanz des neuen und verbesserten Systems.

Fazit

Das Ersetzen der vierteljährlichen manuellen Zählerablesung durch tägliche automatisierte Zählerablesungen positioniert den Kennebec Water District als einen effektiveren Verwalter von Ressourcen und des Endkundenverbrauchs. Die Annahme der iPERL Zähler vergrößert die Informationsmenge, die durch das Netzwerk erfasst wird, und hilft KWD, erwartete regulatorische Anforderungen bezüglich der Materialien in der Zählerkonstruktion zu erfüllen.

Seit mehr als einem Jahrhundert hat KWD proaktive Maßnahmen gesetzt, um den höchstmöglichen Service für die Kunden zu gewährleisten und den Betrieb professionell und effizient zu verwalten. Der Übergang zu einem bi-direktionalen Kommunikationsnetzwerk ermöglicht die effiziente und zeitgerechte Erfassung von Wassernutzungsdaten und wird aussagekräftige Einblicke in die Möglichkeiten für zukünftige Verbesserungen durch diese geschichtsträchtige Organisation bereitstellen.

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